Neue GeraMond-Leserreise

Ostpreußen und die Wolfsschanze

Nehmen Sie teil an unserer Reise in den Norden Polens und besuchen Sie von der Marienburg bis zur Wolfsschanze spannende Bauten und Plätze aus rund 700 Jahren Militärgeschichte in der Region. Sie brauchen keine Polnischkenntnisse, unser Fremdenführer spricht einwandfrei Deutsch
 
Eines der vielen Highlights der Reise: Das ehemalige Führerhauptquartier Wolfsschanze © Avishai Teicher
Pommern und Masuren, diese beiden Regionen haben die europäische und deutsche Geschichte nachhaltig geprägt. Im Mittelalter gründete der Deutsche Orden hier seinen eigenen Staat, aus dem 1525 Preußen hervorgehen sollte. Bis heute zeugt die vom Orden errichtete Marienburg, das weltweit größte Backsteinschloss, von dieser Ära. Auch der Zweite Weltkrieg nahm an dieser Stelle seinen Anfang mit dem Kampf um die Westerplatte in Danzig am 1. September 1939. Bis heute sind Bunkeranlagen wie die Wolfsschanze oder das Hauptquartier des Oberkommandos der Wehrmacht einmalig erhalten.

Das Programm:
 
1. Tag: Flug von Frankfurt nach Danzig. Sie werden von Ihrer Reiseleitung begrüßt und es geht zunächst zum Check-In in Ihr Hotel. Anschließend fahren Sie zur Westerplatte, eine größtenteils bewaldete, sandige, langgestreckte Halbinsel, bekannt geworden durch den Beschuss des dortigen polnischen Munitionslagers am 1. September 1939, der als Beginn des Zweiten Weltkriegs gilt. An die polnischen Verteidiger erinnert das 1966 eingeweihte „Westerplatten-Denkmal“. Zurück nach Danzig geht es mit dem Schiff an den Danziger Werftanlagen vorbei.
 
2. Tag: Ausflug zur Halbinsel Hel. Hier wurde 1931 mit dem Bau eines Kriegsmarinehafens begonnen. 1936 kamen weitere Stellungen der Küstenartillerie und andere Militärobjekte dazu. Sie besuchen zunächst die größte und damals modernste Batterie „Laskowski“ mit vier Geschützen, Kaliber 152 Millimeter. Seit dem 1. September 1939 hat es die Küstenverteidigung geschafft, 32 Tage die Halbinsel Hel zu halten, bevor sie schließlich am 2. Oktober 1939 kapitulieren musste. Die Deutschen erkannten die militärische Bedeutung der Halbinsel und begannen bereits im gleichen Jahr mit dem Bau weiterer Geschützbatterien, wie zum Beispiel „Schlewsig-Holstein“.
Hier besuchen Sie auch das Museum der Küstenverteidigung und erfahren mehr über die militärische Geschichte der Halbinsel und die Entwicklung der polnischen Kriegsmarine. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Hel eine wichtige Verteidigungszone und wurde mit weiteren Bunkeranlagen erweitert. Die letzten sowjetischen Geschütze, Kaliber 152,4 Millimeter, installierte man 1956. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden auch die letzten Stellungen aufgelöst und die riesige Zahl an noch erhaltenen militärischen Objekten fiel 1999 unter Denkmalschutz. Sie erkunden die Bunkeranlagen „Sabala“, „Sargossa“ und „Sep“.
Zurück geht es mit dem Schiff und Sie können einen Blick auf die Torpedoversuchsanstalt »Hexengrund« werfen, eine von 1942 bis 1945 betriebene Testanlage für Torpedos der deutschen Luftwaffe bei Gdingen.
 
3. Tag: Morgens besichtigen Sie das Postamt in Danzig, welches ebenfalls Schauplatz der ersten Kämpfe im Zweite Weltkrieg war. Auf dem Weg nach Marienburg machen Sie Halt bei den Brücken von Dirschau (Tczew), 1857 als kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücken konstruiert.
Noch bevor der Beschuss auf die Westerplatte begann, versuchten die Deutschen die strategisch wichtigen Weichselbrücken einzunehmen, die von der polnischen Regierung aufgrund der aufkommenden Kriegsgefahr bereits mit Sperren und Sprengladungen versehen wurden. Am 1. September 1939 um 4:33 Uhr, eine Viertelstunde vor Beginn des Angriffs auf die Danziger Westerplatte, wurden die Zündkabel bei einem Luftangriff zerstört. Dennoch gelang es den polnischen Verteidigern, die Brücken zu sprengen. Die Deutschen sprengten die von Ihnen neu erbaute Eisenbahnbrücke 1945 erneut. Nach dem polnischen Wiederaufbau lassen die unterschiedlichen Teile der Brücken die bewegte Vergangenheit wiederaufleben. 
Sie reisen weiter, einem der schönsten historischen Bauwerke Europas entgegen – der imposanten Wehrburg des Deutschen Kreuzritterordens. Auf stolze 800 Jahre Geschichte blickt die Marienburg (UNESCO-Welterbe) zurück, die als weltweit größtes Backsteinschloss gilt. Nach Besichtigung der Burganlage geht es in das „Land der 1000 Seen“, die Masuren.
  

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Fotos: 
Kamracik, Suesun, Dawid Galus, Krolak, Seebage, Jan Eric Loebe, Semu, Sammlung des Museums des Zweiten Weltkriegs (2)